Rotatorenmanschette der Schulter

Die Rotatorenmanschette setzt sich aus vier Muskeln und Sehnen zusammen, die zum sowohl eine stabilisierende als auch eine motorische Funktion des Schultergelenkes haben.

Die wesentlichen Koponenten der Rotatorenmanschentte (RM) sind der Supraspinatus Muskel, der für die Abduktion (Arm heben) verantwortlich ist. Der Infraspinatus Muskel erlaubt die Aussendrehung und der Subscapularis Muskel die Innendrehung des Armes.

Der lange Bizepsmuskel läuft durch das Schultergelenk, ist wesentlich an der Supination (Auswärtsdrehung) des Handgelenkes beteiligt.

Rotatoren Fig. 1

Sehnenrisse der RM können durch akute Verletzungen aber immer häufiger auch durch Verschleiss und vermehrte Abnützung verursacht werden. Am häufigsten ist der Supraspinatus Muskel betroffen.

Neben der klinischen Untersuchung ist ein Röntgenstatus und häufig ein Kerspin (MRI) der Schulter zur Diagnosesicherung erforderlich.

Rotatoren Fig. 2

Diese Untersuchung erlaubt es die Ausdehnung der Verletzung zu bestimmen.

Symptome einer Verletzung der RM sind Schmerzen, die in den Oberarm und Ellbogen ausstrahlen, besonders während der Nacht. Verlust der Beweglichkeit (z.B. Schwierigkeiten beim Haarewaschen und Kämmen, Erreichen des Gesässes) sowie Kraftverlust sind typische Merkmale einer Erkrankung der RM.

Jüngere Patienten, besonders wenn der dominate Arm betroffen ist, werden in den meisten Fällen operativ behandelt. Die Operation wird arthroskopisch durchgeführt. Kleine mit Fäden armierte Anker werden im Knochen fixiert und die gerissene Sehne wieder befestigt. (Siehe Video)



Bei älteren Patienten kann eine konservative Therapie während drei bis sechs Monaten Beschwerdelinderung bringen, falls diese ausbleibt muss auch in diesen Fällen über eine Operation diskutiert werden.

Nach einer Operation bleibt der Arm während drei Wochen in einem Gilet gelagert, es folgt die Rehabilitation unter Aufsicht der Physiotherapie.

Körperlich leichte Arbeiten können nach zwei bis vier Wochen wieder aufgenommen werden, schwere Arbeiten nach 3 bis 6 Monaten.